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Allgemeines

2.1.1 Bücher

Aggleton, Peter; Davies, Peter; Hart, Graham (Hrsg.): AIDS: Responses, Interventions and Care. 1991, 286 Seiten

Die Beiträge waren Präsentationen auf der 4th Conference on the Social Aspects of AIDS 1990. Unter anderem werden untersucht die Sicht auf und die Umgangsweise mit dem Antikörpertest, moralisch-ethische Aspekte des Safer Sex sowie Drogengebrauch im Gefängnis.


Aggleton, Peter; Davies, Peter; Hart, Graham (Hrsg.): AIDS: Rights, Risks and Reason. 1992, 214 Seiten

Der Band gibt Beiträge der 5th Conference on the Social Aspects of AIDS in London 1991 wieder. Unter anderem werden die Präventionspolitik in Deutschland und England verglichen, das HIV-Wissen bei Einwanderern untersucht und der Einfluß von Alkohol auf Unsafe-Sex-Verhalten beleuchtet. Ein immer noch aufschlußreicher Band zum Thema Prävention.


Aggleton, Peter; Davies, Peter; Hart, Graham (Hrsg.): AIDS: Safety, Sexuality and Risk. London: Taylor & Francis 1995, 232 Seiten

Nach mehr als einem Jahrzehnt des Erforschens von Wissen, Einstellungen und Verhalten in bezug auf das HIV-Risiko konzentrierten sich die Wissenschaftler ab Mitte der 90er Jahre auf die subjektive Risikowahrnehmung sowie auf einzelne Faktoren, die diese beeinflussen. Dabei werden auch nichtstaatliche Organisationen und ihr Einfluß auf die Risikowahrnehmung untersucht. Der Band vereinigt Papers von den drei Konferenzen 1994 in York, Brighton und Yokohama.


Ahlemeyer, Heinrich: Das HIV-Risiko-Management intimer Kommunikationssysteme. Schlußfolgerungen für Präventionspolitik und die Konzipierung von Präventionsmaßnahmen. Berlin: WZB 1996, 59 Seiten

In diesem Beitrag werden die Ergebnisse eines empirischen Forschungsprojekts über intime Kommunikationssysteme und deren Umgang mit HIV-bezogenen Risiken vorgestellt. Dabei werden vier basale Typen der Intimkommunikation unterschieden, in denen sich eine potentielle Risikosituation entwickeln kann: romantische, hedonistische, matrimoniale und prostituive Intimsysteme. Einer kurzen Beschreibung von Anlage und Methodik folgt eine zusammenfassende Darstellung der quantitativen Ergebnisse der Studie, u.a. zu Einstellungen, Wissensstand, Kondomverwendung und HIV-Risikomanagement. Im dritten Teil werden anhand von Fallbeispielen für alle vier Intimsysteme die spezifischen Faktoren herausgearbeitet, die jeweils zum Gelingen oder Mißlingen des präventiven Handelns führen. Im abschließenden Teil über präventionspolitische Konsequenzen werden unter der Zielstellung einer präventiven Selbstmodifikation von Intimsystemen Schlußfolgerungen und Handlungsvorschläge entwickelt.


Bengel, Jürgen (Hrsg.): Risikoverhalten und Schutz vor AIDS – Wahrnehmung und Abwehr des HIV-Risikos: Situationen, Partnerinteraktionen, Schutzverhalten. BRD 1996, 257 Seiten

Der Band besteht aus drei Teilen: Im ersten wird der theoretische Rahmen und methodologische Aspekte des Risikoverhaltens und der Untersuchung von Risikoverhalten beleuchtet. Er beinhaltet u.a. Beiträge zu den unterschiedlichen Strategien und Konzepten der AIDS-Prävention und zu den kognitiven Modellen und Erklärungsansätzen des HIV-Risikoverhaltens. Im zweiten Teil werden die Ergebnisse einer quantitativen Studie vorgestellt, im dritten die Ergebnisse von qualitativen Interviews. Ein gutes, wissenschaftlich sauber gearbeitetes Werk zum theoretischen Hintergrund der HIV-Prävention.


Buchanan, David, Cernada, George (Hrsg.): Progress in preventing AIDS. Dogma, dissent and innovation. Amityville: Baywood Publishing Company 1998, 359 Seiten

Das Buch untersucht Präventionsansätze in der Dritten Welt.


Confronting AIDS: Public priorities in a global epidemic. London, New York: Oxford University Press 1998, 378 Seiten

In diesem Bericht zur weltweiten Ausbreitung von HIV und AIDS wird insbesondere die Rolle untersucht, die Politik und Regierungen bei der Prävention spielen und wie politische Maßnahmen die Auswirkungen von AIDS auf Morbidität und Mortalität senken können. Auf der Grundlage einer mehr als fünfzehnjährigen Erfahrung im Umgang mit HIV stellt der Bericht unterschiedliche politische Strategien vor, die dazu geeignet sind, die Auswirkungen der Epidemie wirksam zu bekämpfen.


Fishbein, M.; Ajzen, I.: Belief, attitude and behavior: An introduction to theory and research. Reading: Addison-Wesley 1975

Ein theoretisches Werk, in dem die Autoren ihre einflußreiche “Theory of reasoned action” darstellen, die allgemein Gesundheits- und Risikoverhalten erklären soll. Diese Theorie ist sozusagen ein Gegenpol zu den in Europa verbreiteteren Theorien vom Instinkt- oder Trieb-geleiteten Verhalten und stellt Verhalten als eine Konsequenz aus bestimmten Gedanken und Argumenten dar, die zu jedem Zeitpunkt ablaufen und die sich detailliert darstellen lassen. Sie geht davon aus, daß Menschen, wenn auch unbewußt, zwischen Nutzen und Kosten, Risiken und Neigungen abwägen. Interessant als völlig anderer Ansatz der Erklärung von menschlichem und speziell von Risikoverhalten.


Friedrich, Dorothee; Heckmann, Wolfgang (Hrsg.): AIDS in Europe. The Behavioral Aspect. Vols. 1-5. Berlin: edition sigma (Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Aids-Forschung Band 16.1-16.5) 1995, 1592 Seiten

Diese umfangreichen Konferenzbände geben größtenteils die Ergebnisse der “AIDS in Europe”-Konferenz in Berlin (1994) wieder. Sie bieten einen sehr guten Überblick über die Forschungsaktivitäten vor allem im behavioralen Bereich der HIV-Prävention sowie über psychosoziale Aspekte. Themengebiete sind u.a. Frauen, Drogengebrauch, Jugend und HIV-Risiko, Sex unter Positiven, Prostitution, Prävention und Determinanten von Verhaltensveränderung sowie Pflege von Erkrankten.


Heckmann, Wolfgang; Koch, Meinrad A. (Hrsg.): Sexualverhalten in den Zeiten von Aids. Berlin: edition sigma (Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Aids-Forschung Band 12 ) 1994, 455 Seiten

Dokumentationsband eines Werkstattgesprächs von Sexualwissenschaftlern am früheren AIDS-Zentrum des Bundesgesundheitsamts (BGA). Das Buch gibt einen guten Überblick der verschiedenen sexualwissenschaftlichen Studien zu Bereichen wie Allgemeinbevölkerung, Studenten, Jugendlichen, Auszubildenden, HIV-Positiven, Schwulen, Drogengebrauchern, Prostitution. Kernfrage ist die Gefährdung von Subpopulationen durch HIV und die Motive für Veränderung des Sexualverhaltens. Die Ergebnisse sollen eine Grundlage für die Entwicklung von Strategien für die praktische Präventionsarbeit bieten.


Kleiber, Dieter; Wilke, Martin: Aids, Sex und Tourismus. Ergebnisse einer Befragung deutscher Urlauber und Sextouristen. Schriftenreihe des Bundesministeriums für Gesundheit. Baden-Baden: Nomos 1995, 388 Seiten

Der Forschungsbericht beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen internationalem Sextourismus (von Homo- und Heterosexuellen) und der Verbreitung von HIV. Anschließend werden Präventionsstrategien zur Eindämmung von HIV durch Sextourismus gegeben.


Luger, Lisa: HIV/AIDS prevention and ¥class¥ and socio-economic related factors of risk of HIV infection.Berlin: Wissenschaftszentrum Berlin WZB 1998, 59 Seiten

Der Literaturbericht gibt einen Überblick über Befunde zu schichtspezifischen Unterschieden und Faktoren in ihrem Verhältnis zur HIV-Infektion. Es werden Gründe herausgearbeitet, die das erhöhte Risiko einer HIV-Infektion bei Menschen aus unteren Sozialschichten sowie den begrenzten Erfolg von Präventionskampagnen in diesen Bevölkerungsgruppen erklären können. Außerdem werden Interventionsstrategien vorgestellt, mit denen die sozial bedingten Unterschiede des Risikos einer HIV-Übertragung überwunden werden könnten. Der Bericht benennt Wissenslücken in Hinblick auf Faktoren, die die unterschiedliche Vulnerabilität unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen in bezug auf die HIV-Infektion erklären.


Maurer, Mechthild: Tourismus, Prostitution, Aids. Zürich: Rotpunkt 1991 (1990), 146 Seiten

Die Autorin untersucht die Auswirkungen des Sextourismus auf die AIDS-Krise, versucht die Hintergründe der Prostitution in Dritte-Welt- und asiatischen Ländern zu klären und die Situation der sich prostituierenden Kinder und Frauen darzustellen. Schwerpunkt ist stets die besondere Situation im Umgang mit AIDS.


Miller, David; Kitzinger, Jenny; Williams, Kevin; Beharrell, Peter: The circuit of mass communication. Media strategies, representation and audience reception in the AIDS crisis. London: SAGE 1998, 248 Seiten

Untersucht den Einsatz von Massenmedien in der AIDS-Aufklärung.


Oppenheimer, Joshua; Reckitt, Helena (Hrsg.): Acting on AIDS – Sex, Drugs and Politics. London: Serpent’s Tail 1997, 454 Seiten

Das umfangreiche Buch geht auf eine Aktivisten-Konferenz zurück, die 1996 in London stattfand. Aktivisten und Experten aus der ganzen Welt diskutierten neue Strategien der Prävention. Das Buch enthält Kapitel zu den Themen Wissenschaft und Privatheit, Präventionsdiaspora und Globalisierung, Traditionen des Aktivismus sowie Berichte von der Präventionsfront.


Raschke, Peter; Ritter Claudia: Eine Großstadt lebt mit Aids. Strategien der Prävention und Hilfe am Beispiel Hamburgs. Berlin: edition sigma (Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Aids-Forschung Band 6) 1991, 305 Seiten

Die in dem Buch vorgestellte Studie bilanziert vier Jahre HIV-Prävention und Versorgung in Hamburg und erforscht dabei die Struktur des Gesundheitssystems der Hansestadt. Aus den Ergebnissen werden Konsequenzen für Selbsthilfe, Sozialarbeit und die Fortbildung von Professionellen im AIDS-Bereich und in der Schule gezogen.


Rosen, J. C.; Solomon, L. J.: Prevention in Health Psychology. Hanover: University Press of New England

Grundlagenwerk zu Präventionsansätzen aus gesundheitspsychologischer Sicht.


Rosenbrock, Rolf (Hrsg.): Politics behind AIDS policies. Case studies from India, Russia and South Africa. Berlin: Wissenschaftszentrum Berlin WZB 1998, 52 Seiten

In diesem Heft werden Fallstudien zu AIDS-Präventionspolitik aus Indien, Rußland und der Republik Südafrika vorgestellt, die spezifische Problemlagen in den jeweiligen Ländern verdeutlichen. In Südafrika wird die Implementation einer bereits formulierten AIDS-Präventionspolitik vor allem durch die gleichzeitig stattfindende Ablösung vom Apartheidregime behindert. In Indien liegen die wichtigsten Hemmnisse in der Tabuisierung der Kommunikation über Sexualität sowie in der Unterdrückung der Frauen. In Rußland schließlich verhindert derzeit eine politisch außerordentlich heterogene Koalition die Schaffung elementarer Voraussetzungen von AIDS-Prävention, wie z.B. die Einführung von Sexualaufklärung. Alle drei Fallstudien enthalten neben der Analyse von Hindernissen auch Hinweise zur Überwindung derzeitiger Defizite sowie auf weiteren Forschungsbedarf.


Rosenbrock, Rolf; Salmen, Andreas (Hrsg.): Aids-Prävention. Berlin: edition sigma (Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Aids-Forschung Band 1) 1990, 381 Seiten

Der Beitrag vieler Teildisziplinen der Sozialwissenschaften zum Thema wird durch eine Reihe von Autoren dargestellt. Interessant ist der interdisziplinäre Ansatz von der Politik bis zur Kriminologie. Überblickskapitel über Philosophie, Gestaltung und Erfolge der HIV-Prävention in europäischen Nachbarländern und in San Francisco im Anschluß.


Rosenbrock, Rolf; Schaeffer, Doris; Moers, Martin; Dubois-Arber, Francoise; Pinell, Patrice; Setbon, Michel: Die Normalisierung von Aids in Westeuropa. Der Politik-Zyklus am Beispiel einer Infektionskrankheit. Berlin: WZB 1999, 63 Seiten

Die Autoren zeichnen sehr lehrreich den Wandel im Umgang mit der HIV-Epidemie in Westeuropa in 4 Phasen nach: zunächst die Entstehung des ‘exceptionalism’ (d.h. eine außerordentliche Allianz von beteiligten Gesundheitsberufen, sozialen Bewegungen und Betroffenen, die zu einer Innovationen in Prävention, Krankenversorgung, Gesundheitspolitik und Bürgerrechtsfragen führte) zwischen 1981 und 1986, dann die Praxis und Konsolidierung (1986-1991), die Auflösung des ‘exceptionalism’ und erste Anzeichen der Normalisierung (1991-1996). Der Grad der Normalisierung steigt seither kontinuierlich. Es wird untersucht, welche gesundheitspolitischen Innovationen der ‘Aids-exceptionalism’ in Westeuropa hervorbrachte und auf welche Risiken und Chancen diese Innovationen im Zuge der Normalisierung treffen.


Steffen, Monika: The fight against Aids. An international public policy comparison between four European countries. France, Great Britain, Germany and Italy. Grenoble: Presses Universitaires de Grenoble 1996, 173 Seiten

Sehr aufschlußreicher Vergleich der unterschiedlichen Gesundheitspolitik und der staatlichen Lenkung von HIV-Prävention in Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Italien.


Weilandt, Caren; Heckmann, Wolfgang; Kraus, Michael; Lambrecht, Jana; Pervilhac, Cyril (Hrsg.): HIV Prevention in Europe. A Review of Policy and Practice in 25 Countries. Berlin: edition sigma (Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Aids-Forschung, Bd. 22) 2001, 180 Seiten

Die HIV-Epidemie in Europa ist ein Mosaik aus unterschiedlichen komplexen Epidemien, begleitet und beeinflußt von verschiedenen gesellschaftlichen und ökonomischen Faktoren und Verhaltensmustern. Aus dieser Unterschiedlichkeit und Komplexität der bestimmenden Einflußparameter in den einzelnen europäischen Ländern resultiert der Bedarf an einer umfassenden Bestandsaufnahme, um Präventionsstrategien zu entwickeln, die vor dem Hintergrund knapper werdender Ressourcen effektiv eingesetzt werden können. Hierzu gehört auch eine Analyse der Stärken und Schwächen der jeweiligen nationalen Präventionspolitiken mit all ihren Maßnahmen – einschließlich der Identifikation besonders wirksamer Strategien, etwa solcher, die auf dem Konzept des Community Empowerment oder dem Social Marketing basieren.
In diesem Band wird eine umfassende vergleichende Analyse von HIV-Präventionspolitiken mit ihren Hintergründen und Einflußfaktoren in 25 Ländern Europas vorgelegt. Die Autoren leiten daraus Schlußfolgerungen und Empfehlungen für künftige Politik, Forschung und Intervention ab, die sich u.a. auf die Bereiche institutionelle Strukturen, Recht, Surveillancesystem, Primärprävention, Behandlung und Pflege erstrecken.


Weitere Veröffentlichungen zu Strategien der Vermeidung der HIV-Übertragung finden sich unter anderem in der Schriftenreihe des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB). Eine Liste der Veröffentlichungen des WZB sind unter http://www.wz-berlin.de einzusehen, ferner ist hierüber auch der Bestand der WZB-Bibliothek einzusehen und sind Publikationen bestellbar. Zu vielen Publikationen werden Abstracts geliefert und eine Schlagwortliste mit weiterführenden Links.

 

2.1.2 Zeitschriften

Diverse Zeitschriften, die sich auf das Themengebiet HIV-Prävention und Sexualverhalten beziehen, sind über die englische Zeitschriftensuchmaschine http://www.catchword.com einzusehen. Leider werden keine Abstracts, sondern nur Titel und Autor der Artikel angegeben, den Volltext muß sich der Leser gegen Gebühr bestellen. Dafür hat man ein weites Themenfeld vor sich, vom Risikoverhalten i.v.-drogengebrauchender Homosexueller in den USA über die weiblichen Aboriginies in Kanada zu den bis Prostituierten aus Surabaya, Indonesien.


AIDS Education and Prevention (http://kali.ucsf.edu/social/books/2098.2eda.html). Die interdisziplinäre Zeitschrift gibt State-of-the-art Informationen über AIDS-bezogene Aspekte von Prävention und Aufklärung, einschließlich der Entwicklung, Implementierung und Evaluation bzw. Qualitätssicherung von Präventionskampagnen. Abgedeckt werden auch die Felder Public Health, psychosoziale, ethische Fragen und Präventionspolitik. Bezugsadresse: Guilford Publications, 72 Spring St., New York NY 10012, USA, http://www.guilford.com/periodicals/jnai.htm.


Das Journal of Sex Research veröffentlicht Arbeiten aus der Sexualforschung, darunter viele zum Tema HIV-Prävention, z.B. zu kulturspezifischen Präventionskampagnen unter schwarzen Männern, die Sex mit Männern haben. Es ist abrufbar unter http://www.ssc.wisc.edu/ssss/jsr.htm. Bezugsadresse: Department of Sociology, 1180 Observation Drive, University of Wisconsin, Madison, WI 53706-1393 USA, Tel. 001-608/262 1276, Fax 001-608/265 8664.


Sexuologie – Zeitschrift für sexualmedizinische Fortbildung und Forschung. Akademie für Sexualmedizin und Gesellschaft für praktische Sexualmedizin (Hrsg.). Stuttgart, München: Urban & Fischer; erscheint vierteljährlich. Fachzeitschrift zu medizinisch-wissenschaftlichen Aspekten der Sexualität, Beiträge zu Grundlagen und aktueller Forschung sowie ausführliche Buchbesprechungen.


Zeitschrift für Sexualforschung, herausgegeben von Becker, Sophinette; Dannecker, Martin et al. Stuttgart: Enke Verlag. Wichtigstes deutschsprachiges sexualwissenschaftliches Periodikum. Beiträge zu Grundlagen und aktuellen Egebnissen der Sexualforschung, sowie ausführliche Buchbesprechungen. Gelegentlich Beiträge zu AIDS.

 

2.1.3 Internet

Internetangebote zu Fragen der Prävention finden sich zum Teil unter Anbietern psychosozialer Seiten oder bei medizinischen Seiten. Angebote der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind unter http://www.bzga.de zu finden. Hier finden sich Informationen über Safer Sex, verschiedene Sexualpraktiken von Oral- bis Analverkehr, vom Vaginalverkehr bis zum Petting und das jeweilige Ansteckungsrisiko, die Übertragungswege von HIV sowie Hinweise auf Präventionskampagnen mit TV-Spots, Spiele, Broschüren, Plakate und weiteres Aufklärungsmaterial.


Genauso ausführlich sind die Informationen zur Übertragung von HIV und zu Ansteckungsrisiken auf der Homepage der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH) (http://www.aidshilfe.de). Hier wird auch über Verhütung unter Lesben informiert, über Geschlechtskrankheiten, SM, Golden Shower oder Needlesharing (Nadel- bzw. Spritzentausch). In einer offeneren Sprache, als es der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung möglich wäre, wird zum Beispiel auch über das Risiko bei Oralverkehr informiert.


Einige aktuelle Informationen, z.B. Berichte über neue Forschungsergebnisse sind auch auf der Internet-Seite des Robert-Koch-Instituts (http://www.rki.de) abbrufbar.


AIDSnet.ch ist die Schweizer HIV/Aids-Internetplattform. Auf AIDSnet.ch betreibt das Dokumentationszentrum Aids Info Docu Schweiz / Schweizer AIDS-Hilfe seine umfangreiche Homepage zu Fragen der Prävention. Hier werden die häufigen Fragen zur Übertragung, zum HIV-Antikörpertest und zu Krankheitszeichen beantwortet, die neuesten Präventionskampagnen vorgestellt und eine Liste der bestellbaren Materialien geboten. Die Seite ist auf deutsch, französich, englisch und italienisch abrufbar (http://www.aidsnet.ch/).


Eine privat erstellte Homepage, aber übersichtlich und informativ für Menschen aus der Allgemeinbevölkerung, findet sich unter http://members.eunet.at/liberty. Auch hier gibt es Informationen über Übertragungswege, Schutzmöglichkeiten und Sexualpraktiken. Abgezielt wird vor allem auf Menschen, die “ein Problem mit HIV/AIDS haben und weder schwul noch drogenabhängig sind”. Die Fragen sind in sehr einfacher Sprache, manchmal zu vereinfachend, beantwortet, neue Entwicklungen, zum Beispiel zur Verhinderung einer Ansteckung des Kindes durch die Mutter während der Schwangerschaft, werden nicht erwähnt.